Projekt

Das Projekt

Der Kirchenraum von St. Martin.

Die Kirche St. Martin auf Kirchbühl in Sempach gehört zu den wertvollsten Kulturgütern der Zentralschweiz. Das Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) vergibt Höchstnoten in allen drei Kategorien: für die Lage, die räumlichen Qualitäten und die architekturhistorische Bedeutung des sakralen Orts.

Die Geschichte der Kirche St. Martin reicht mehr als 1’000 Jahre zurück. Im Innern beeindrucken hochgotische Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert. Sie sind das früheste und vollständigste Beispiel eines bemalten Kirchenraums aus dem Mittelalter in der Zentralschweiz.

Diese Einzigartigkeit verpflichtet. Die Stiftung Pro Kirchbühl hat sich zum Ziel gesetzt, die Kirche St. Martin und den umliegenden Kirchenbezirk zu erhalten, zu erforschen, zu restaurieren und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Vier Ziele – ein Auftrag

Restauratoren nehmen Wandproben auf Kirchbühl für Laboruntersuchungen.

2021 entwickelte der Historiker Kurt Messmer ein Auslegeordnung mit zehn Optionen für den Erhalt und die Weiterentwicklung von St. Martin. Seine Idee: eine zeitgemässe Ausgestaltung, Nutzung und Aufwertung von Kirchbühl. Der Luzerner Szenograf Ralph Eichenberger entwarf auf dieser Grundlage ein Konzept, das die Stiftung Pro Kirchbühl nun schrittweise realisiert.

Der Auftrag der Stiftung Pro Kirchbühl umfasst vier Bereiche: Erhaltung, Erforschung, Restaurierung und Vermittlung. Jede Massnahme dient mindestens einem dieser Ziele – oft mehreren zugleich.

Was bereits geschehen ist

3D-Punktwolke als digitaler Zwilling des ganzen Kirchenbezirks.

2022 liess die Stiftung die Friedhofsmauer restaurieren, die den historischen Kirchenbezirk sichert. Seit diesem Jahr macht auch die neue Website die Geschichte von St. Martin erstmals umfassend zugänglich.

2024 erstellte der Neuenkircher ETH-Doktorand Mathias Häcki ein detailliertes 3D-Modell der Kirche und des Beinhauses. Es macht die Kirche digital erfahrbar und dient als Grundlage für künftige restauratorische Arbeiten.

Im Sommer 2025 erforschte die SUPSI-Studentin Luzia Amrein die Wandmalereien in der Kirche, im Herbst folgte dann die Restaurierung des Beinhauses durch den Restaurator Beat Waldispühl.

Was als Nächstes kommt

Filmprojektion als zeitgenössische Wandmalerei im Beinhaus.

Nach der Restauration erhält das Beinhaus eine neue Funktion: Hier werden zwei Filme die Bau- und Malereigeschichte von Kirchbühl lebendig erzählen.

Die Wandmalereien in der Kirche werden in den kommenden Jahren fachgerecht restauriert, damit diese einzigartigen Kunstwerke erhalten bleiben.

Eine ergänzende Signaletik im Weiler und auf dem Kirchenareal lädt zum Entdecken ein und führt durch die verschiedenen Epochen.

Ein Projekt für die Zukunft

St. Martin, das Juwel ob Sempach.

Die Stiftung Pro Kirchbühl versteht den Erhalt und die Vermittlung der Kirche St. Martin als Generationenprojekt. St. Martin soll nicht nur bewahrt, sondern auch verstanden werden – als Ort, der Vergangenheit und Gegenwart verbindet. Bei allen Massnahmen auf Kirchbühl will die Stiftung die spezielle Ausstrahlung des Ortes bewahren.

Besuchen Sie uns und erleben Sie, wie ein Kulturgut von nationaler Bedeutung für kommende Generationen gesichert wird.

Unterstützen Sie Kirchbühl

Wer die Arbeit der Stiftung auf Kirchbühl unterstützen will, darf das über folgende IBAN gerne tun. Wir freuen uns über jeden Beitrag!

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